Über uns und unser Köpenick

Wir haben uns als Wählergemeinschaft zusammengefunden, da Politiker, Parlamente und Verwaltungen die Probleme der in Treptow-Köpenick ansässigen Bevölkerung weitestgehend ignorieren bzw. ausblenden. Die Folge ist eine um sich greifende Verdrossenheit der Wahlbürger gegenüber den etablierten Parteien aller Couleur. Wir wollen versuchen, diesen Enttäuschten eine Heimat zumindest auf regionaler Ebene zu geben.

Wir selbst hatten über einen großen Zeitraum versucht, mit diversen Verantwortlichen in den Volksvertretungen als auch in den Ämtern über die mit den Nachverdichtungen im Bezirk verbundenen Probleme ins Gespräch zu kommen. Man ließ uns reden und schreiben, gab immer nur halbherzig diverse Ausreden zum Besten, ohne auf konkrete Fragen konkrete Antworten zu geben bzw. wurde der Kontakt von den Befragten einfach abgebrochen. Und man macht so weiter wie immer.

Wir wollen und können nicht zulassen, dass durch den ungebremsten Bauwahn in unserem Bezirk die Urbanität zerstört wird, aus den Wohngroßsiedlungen reine Schlafstätte werden und in aufgehübschten Vierteln die Be- und Verdrängung der ansässigen Bevölkerung wie in den innerstädtischen Bezirken fortschreitet. Treptow-Köpenick sollte für seine Bewohner da sein und nicht für Wenige zur Sicherstellung ihrer Profit- und Selbstdarstellungsinteressen. Es gibt Elemente für eine vernünftige städtische Entwicklung, Flächennutzungs- und Bereichsentwicklungspläne, die Grundlage jeder weiteren Bebauung in Treptow-Köpenick sein sollten. In diesen Plänen ist auch die die Planung der städtischen Infrastruktur integriert, auf die der weitere Wohnungsbau abgestimmt werden muß. Die DDR-Pläne sollten Eingang in diese Planungsunterlagen finden. Das gab es sogar schon einmal im Ansatz. Die Bürger sind an diesen Entwicklungen zu beteiligen und dürfen nicht nur darüber informiert werden. Die BVV muß das BA dazu verpflichten, diese Pläne zu aktualisieren bzw. sie überhaupt aufzustellen und weitere Genehmigungen darauf abzustimmen.

Der soziale und gemeinnützige, aber insbesondere der kommunale Wohnungsbau müssen forciert werden. Es kann aber nur dort nach Plan gebaut werden, wo es sinnvoll ist und nicht da, wo sich noch ein freier Platz auftut. Diese Planung hat das Stadtentwicklungsamt des Bezirks zu leisten. Ein „Weiter so“ im Wohnungsbau nach § 34 Bau GB mit dem unser Bezirk Meister im Berliner Wohnungsbau darf es nicht mehr geben. Die zurzeit existierende Genehmigungsflut im Wohnungsbau ist tatsächlich nicht an den Bedürfnissen der Bewohner ausgerichtet und sorgt für einen Zuzug nach Treptow-Köpenick, der die vorhandene Infrastruktur zusätzlich belastet.

Wir laden deshalb alle Bürgerinitiativen ein, mit uns in Kontakt zu treten, um in eine sachorientierte Diskussion zu kommen, deren Ergebnis klare Forderungen gegenüber den Behörden und verantwortlichen Politikern sein sollte.

Diese Forderungen wollen wir in die Öffentlichkeit, die kommunale Volksvertretung – die BVV tragen – und um Ergebnisse zu ringen, die den Menschen im Bezirk helfen.

17.07.2021

1 thought on “Über uns und unser Köpenick

Comments are closed.